Big Tradition Spleisslade – ein Fazit

Spleiss eines Holzpfeils von der Seite gesehen

Die Big Tradition Spleisslade ist nun seit ein paar Wochen bei mir im Einsatz und ich habe die Gelegenheit genutzt die ganzen durchgebrochenen Pfeile endlich mal zu flicken. In der Kurzform erklärt:

  • Sauberes Absägen der alten Bruchstelle
  • Einspannen des Pfeils in die Lade
  • Abtragen des Holzmaterials mit einer scharfen Klinge
  • Hobeln des Holzschafts an der Stelle des Spleiss
  • Vorbereiten des einzusetzendes Stücks auf die gleiche Art
  • Holzleim auftragen (Ponal blau – wasserfest)
  • beide Teile zusammenpressen und fixieren
  • nach dem Abbinden des Leims mit dem Hobel glatt hobeln
  • Nacharbeiten mit Schleifpapier

Je nach Übung dauert es nur wenige Minuten bis ein Spleiss hergestellt ist. Meiner Empfindung nach ändert sich das Flugverhalten nur minimal und die Pfeile tadelos. Je nach Aufwand des Schleifens kann man ein nahezu unsichtbaren Übergang erzeuge – vorausgesetzt die Jahresring passen gut zusammen.

Bei einem Biegeversuch konnte ich ebenfalls keinen Unterschied erkennen, bei einem Biegeversuch bis zum Bruch des Pfeils brach der Pfeil an einer anderen Stelle.

Fazit: Die Lade ist absolut brauchbar und erzeugt gute Ergebnisse. Was mir nicht so gut gefallen ist, ist dass die Lade aus Alu hergestellt wurde und sich Kontakt mit dem Hobelmesser nur schwer vermeiden lassen. Das führt sowas zu einer Macke in der Lade an der künftig der Hobel hängenbleibt.

Die Lade ist vermutlich vielmehr dafür gedacht mit einem seitlichen Anschlag in einer Kreissäge benutzt zu werden. Für die rund 45 Euro, die sie gekostet hat, ist aus meiner Sicht zu wenig geboten, ich würde mich nach Alternativen umsehen – ich finde sie schlicht zu teuer.

Die Funktion hingegen ist jedoch absolut gegeben.

Big Tradition Spleißlade

Gebrochene Pfeile lassen sich mittels einer Spleißlade, einem Spleißrohr oder einer selbstgebaut Gehrungslade erst formgerecht sägen, anschließend kann man zwei gleich behandelte Pfeilschäfte zu einem neuen zusammen leimen.

Soweit zumindest mal die Theorie. In der Praxis gibt es bei mir ein größeres Sammelsurium von zerbrochenen Holzschäften mit abgescherten oder zerbrochenen Schäften. Ich samme sie in einer alten Paketrolle und wollte sie irgendwann mal „aufarbeiten“. Damit meinte ich in erster Linie das Retten der tollen TopHat Pfeilspitzen – Bullets in Messing.

Mit dem Thema des Pfeile Spleißens habe ich mich noch nie auseinandergesetzt – bis gestern 🙂

Der Bogenhändler des Vertrauens hatte eine Spleißlade im Laden, durch Zufall entdeckte ich sie in seinem Online Shop. Kurz hingefahren und mitgenommen. Rund 45€ musste ich für die Big Tradition Spleißlade berappen, ja – ich weiß es gibt andere Anbieter mit verschiedenen Größen für nur 54€. Das sind nun noch 9 € Differenz und ich schieße nun mal 11/32 Schäfte und nicht andere. Noch… nun gut…

Ausprobiert habe ich sie schon einmal schnell, allerdings lediglich an einem Testschaft. Um die Schäfte für das Leimen vorzubereiten kaufte ich mir noch dazu einen kleinen handlichen Hobel, dazu aber später mehr.

Nun genieße ich erst einmal die neuen Holzschäfte und Pfeile und für den wirklichen Review gibt es noch einen gesonderten Artikel. Hier lediglich der längliche Teaser zu dem kommenden Artikel.

Auf das Thema bereitete ich mich in verschiedenen Foren vor, allerdings, wie immer, ist es sehr sehr schwer dort alle Informationen aus allen Threads herauszuziehen. Der Hinweis „sowas habe ich mir mal selber gebaut“ hilft nicht wirklich in soweit bin ich sehr dankbar, dass Big Tradition irgendeine umgelabelte Lade verkauft. Was sie kann bleibt noch abzuwarten.

 

Was ist eigentlich ein FluFlu Pfeil

FluFlu - 4fach Befiederung mit ungekürzten Federn
Irgendwann fragte mich jemand: „Was haben sie denn da für einen großen Pfeil im Köcher?“ Bei diesem großen Pfeil handelt es sich nicht um einen mutierten kleinen Pfeil sondern um einen sogenannten FluFlu Pfeil. Ein FluFlu Pfeil findet Verwendung in Turnieren oder im Training wo eine weite Flugstrecke nicht wünschenswert ist. Damit dieser Pfeil keine großen Weiten erreicht, wird mittels besonderer Befiederung der Flug nach kurzer Zeit bereits stark abgebremst.
Mit diesem Pfeil kann man prima auf ein Ziel schießen, welches sich beispielsweise in der Höhe befindet und man in einem steilen Winkel abschießt. Das sogenannte Rabennest findet sich auf dem einen oder anderen Tunier wieder – das sind Attrappen von Rabenvögeln, die mittels eines Mastes und einem Holzgestell in die Höhe (ca. 10m) gezogen werden. Der Schütze schießt seinen Pfeil daher in einem sehr steilen Winkel nach oben, um die Raben zu treffen. Wenn der Schütze das Ziel verfehlt, müsste er sehr sehr lange laufen, um seinen Pfeil wieder zu finden.
Als Befiederung bieten sich 2 Arten an:
  • die „Klobürste“ – hierbei dreht sich die Feder in einer Spiralbewegung um den Schaft
  • 4-fach oder 6-fach Befiederung mit ganzer Federlänge

Ich ziehe die 4-fach Befederung mit voller Federlänge, also ohne ausgestanzte Form wie Shield, Saubuckel o.ä., gegenüber der Spiralbefiederung vor. Der Grund ist einfach nachzuvollziehen: die Haltbarkeit. Bei mir halten Pfeile mit Spiralbefiederung nicht sonderlich lange, 4-fach befiederte Pfeile hingegen schon.

Ich habe immer einen FluFlu Pfeil auf den Parcouren mit dabei und verwende ihn gerne bei kritischen Zielen. Da die Verlangsamung des Pfeils durch die großen Federn überproportional nach einer Distanz eintritt, bleiben die FluFlu Pfeile recht genau und verlieren dann auf einmal die Geschwindigkeit.

Meine sind bis zirka 20 Meter recht genau, die maximale Flugweite beträgt rund 30 Meter. Damit kann ich auf einem Parcour prima auf Ziele schießen, die keinen Backstop haben und ich endlos meinen Pfeil suchen müsste wenn ich vorbei schieße.

Oder – siehe den Jagdparcour vom Bogenshop Binder im Bayerischen Wald wo der Backstop teils aus Felsblöcken besteht – mein FluFlu Pfeil bleibt heile.

Bemerkenswert bei der 4-fach Befiederung ist jedoch der Winkel der Befiederung (wie auf den Bildern zu sehen ist). Es wird nicht im Winkel von 90 Grad befiedert, sondern in zwei Winkeln. Der Grund hierfür ist denkbar einfach. Durch diese Befiederung muss keine Feder „durch“ den Bogen hindurch fliegen.

Holzschäfte, Federn und der Langbogen

Ich gebe es offen zu, ich liebe meinen Langbogen. Es ist ein Habicht Spezial C1 von Fritzbogen. Ich sah ihn auf der Jagen und Fischen 2016 in Augsburg und konnte mich spontan in ihn verlieben. Nach all dem ganzen hochtechnischen Compound Schießen, konnte ich gestern endlich von der Technik loslassen und genoss einen wundervollen nachmittag mit dem Langbogen. Die Holzpfeile, die seit Ewigkeiten bei mir herumlagen wurden ausgeführt und probegeschossen.

Holzpfeile sind eine besondere Wissenschaft und man kann sich diesem Thema nur langsam nähern. Irgendwie kann man dort zwar in Sprints sich Wissen einwerfen, das Verstehen dauert jedoch deutlich länger und auch Erfahrungen wollen gemacht werden – und das dauert eben. Wie steif der Holzschaft sein muss ist eben auch nur ein Erfahrungswert, der sehr sehr individuell ermittelt werden muss. Das Thema dynamischer Spine scheint etwas besonderes zu sein. Mein Langbogen hat 39lbs, meine Pfeillänge ist 31 Zoll. Der Habicht C1 besitzt ein Reflex/Deflex Design mit Carbonlage, ich würde seit Wurfverhalten als kräftig bezeichnen. Schüsse auf 50 Meter sind überhaupt kein Problem, entsprechendes Anhalten vorausgesetzt aber dennoch ist die Flugkurve gut einzuschätzen.

Wenn ich den verschiedenen Spine Berechnern im Internet glauben darf, brauche ich einen sehr sehr steifen Pfeil.

Derzeit schieße ich folgende Kombination:

Diese Holzpfeile scheinen recht gut zu passen und gruppieren sehr schön. Die durchgehende Federwicklung schaut schön aus und hält die Federn wundervoll auf dem Holzschaft fest.

Allerdings sollte es gestern wieder passieren: Ein Pfeil landet zu tief, trifft gegen die Stahlstange, die die Tierattrappe festhält und die Spitze bricht ab. So ein Mist auch – der Holzpfeil war gerade neu – wie bekommt man den wieder in einen funktionalen Zustand – SPLEISSEN! Oh je, ein neues Themengebiet. Eigentlich wollte ich ja erst Schäfte barreln, nun habe ich die Gelegenheit die ganzen zerbrochenen Holzpfeile (sind gesammelte Werke) zu reparieren. Yay.

 

P.S. Wer wissen möchte wie ich meine Holzschäfte behandle schaut bitte in dem Artikel Holzpfeile und Wetterschutz nach.

Archery Sight Mark – Einschießen des Visiers

Archery Sight Marks - Progamm Icon

Ein neuer Pfeil, Zuggewicht verändert, neue Pfeilkomponenten, ein neues Visier oder ein neues Scope und schon ist ein neues Einschießen erforderlich. Mit dem Compound Bogen ist das keine große Sache – die Art wie ich es mache ist einfach und simpel durchzuführen.

Nachdem ich mein Sight, Scope oder ähnliches verändert habe beginne ich auf ein Ziel (Vorzugsweise einen großen Dämpfer) zu schießen. Die Entfernung wähle ich dabei so, dass ich quasi nicht vorbei schießen kann. Das reicht mir für eine grobe Visiereinstellung – damit bin ich dann auf einer Entfernung von rund  10 Metern.

Für die nachfolgenden Schritte spanne ich eine gut leuchtende Schnur, Flatterband oder ähnliches senkrecht zum Boden auf dem Dämpfer auf. Der Rest des Dämpfers sollte idealerweise leer sein, keine Scheibe, keine Auflage, Bilder oder sonstwas. Bewährt hat sich dafür auch helles Kreppband!

In den nachfolgenden Schüssen ziele ich nun auf dieses Band. Die Visierlinie zeigt also von meinem Auge, durch Peep, durch Scop auf die senkrechte Linie des Kreppbands. Nach den ersten zwei Schüssen beurteile ich die Lage. Wenn die Pfeile links von der Linie liegen, drehe ich das Scope ein wenig heraus (bei meinem RH Bogen).

Das Visier folgt dem Pfeil. Liegt der Pfeil zu weit links, wir das Visier nach links verstellt.

Ziel soll es sein das Visier soweit zu verändern, dass die Pfeile alle in dem Kreppband stecken. Grobe Abweichungen in der Höhe korrigiere ich nach gleichem Grundsatz: Das Visier folgt dem Pfeil.

Eine grobe Einstellung für die Höhe reicht, danach gehe ich auf 20m und kann mir sicher sein die Scheibe zu treffen.

Die ersten Schüsse gelten auch hier dem Ausschiessen der Links-Rechts Abweichung. Passt das noch mit dem Links/Rechts (sollte!) – sonst nach korrigieren. Beim nächsten Pfeile Ziehen kann man gleich das Kreppband korrigieren. Nun wird das Kreppband parallel zum Boden (also horiz

Archery Sight Mark - Sight Calibration
Archery Sight Mark – Sight Calibration

ontal) auf den Dämpfer geklebt. Auf 20 Meter werden nun die Pfeile geschossen und sollten dabei auf dem Klebestreifen liegen. Wenn sie zu tief liegen wird das Visier nach unten geschoben, liegen sie zu weit oben wird das Visier nach oben geschoben. Wenn man diesen Punkt gefunden hat, notiert man sich die Werte der Visierskala; ich verwende ein Shibuya CPX, welches auf der einen Seite die entsprechende Skala hat.

 

Diesen Schritt wiederholt man bei 40 und 70 Meter und hat damit alle Werte, die die Software Archery Sight Mark benötigt. Auf der Einstellungsseite „Calibration References“ können diese Werte eingetragen werden.

Die Software selber behauptet von sich, dass mit diesen Werten das Regressionsmodell am besten funktioniert und man die genausten Werte erhält.  Die Werte auf der rechten Seite sind gemessen für meinen Hoyt Podium X mit dem Easton Lightspeed 400.

Archery Sight Mark - Sight Elevation Chart
Archery Sight Mark – Sight Elevation Chart

Danach ist die App eingerichtet und kann verwandt werden. Das Prinzip dahinter ist recht einfach. Man stellt einfach die Distanz zum Ziel ein und den Winkel gegenüber der Horizontalen. Für die Target/WAA Schützen ist das eine einfache Angelegenheit – Entschuldigung als Feldbogen Schütze bin ich mir nun gar nicht sicher ob die überhaupt ihr Visier für Zwischendistanzen benötigen…

Für die Feldbogen Schützen kommt dem Winkel eine fundamentale Bedeutung zu. Bergauf, bergab – zieh ab, so ein bekannter Merksatz dazu. Gemeint ist damit, dass sich die Entfernung, die auf dem Visier eingestellt wird, für Bergauf- und Bergabschüsse verkürzt. Dass kann bei besonders steilen Schüssen schnell den Unterschied zwischen noch Gold, schon Schwarz ausmachen.

Fazit: Die App ist aktuell kostenlos, verfügt über keinerlei nervige Werbeeinblendungen und lässt sich gut benutzen. Wer jedoch regelmässig auf Parcouren unterwegs ist, wird sich entweder eine kleine Tabelle erstellen, die er mitnimmt – oder er wird sich entsprechende Marken auf sein Visier zeichnen. Die errechneten Visiermarken passen gut und für ein Gang auf dem Parcour ist man auf der sicheren Seite – das 3d Ziel sollte damit immer treffbar bleiben, für ein Turnier auf nur einer Distanz z.B. 18m Halle würde ich es jedoch vorziehen das Visier für die eine Distanz einzuschießen.

Willkommen Laubfrosch! (Hoyt Podium X)

Hoyt Podium X und der gemeine Waldtroll

Hallo Laubfrosch! Manchmal laufen Dinge anders als ursprünglich geplant. Der Elite Impulse 34 ist ein toller Bogen – mit 34 Zoll auch ersteinmal ausreichend lang – aber dann doch 6 Zoll kürzer als andere Bögen. Bei einem Besuch von Bowhunting Chiemgau war dann recht schnell klar, dass ich gewisse Grenzen früher als später kennenlernen würde, es fanden sich Gelegenheiten. Nun was soll man tun, sich umdrehen – wissend, dass der Kauf von Schneetarn vielleicht doch irgendwo ein Fehler war?

Wissend dass 1.92m Körpergröße mit entsprechenden Auszug vielleicht doch einen recht spitzen Sehnenwinkel bei kurzen AtA (Axle to Axle) erzeugen? Vielleicht war es auch einfach nur gute Beratung und die passende Gelegenheit?

Den Bogen wird das nicht interessieren – er steht hier nun im Südflügel, neben meinem Bett und lächelt. Auf seinem langen Frontstabi, den ich vermutlich so vorher nie haben wollte. Der Seitenstabi (der ehemalige Frontstabi bekam den BeeStinger Schnellverschluss) zeigt freundlich zur Seite. Die ersten Probeschüsse in Ruhpolding waren unspektakulär und dienten dem „passt der Bogen soweit ersteinmal“ – heute hatte ich bei Regen noch einmal die Gelegenheit ein paar Pfeile zu schießen.

Die Sonne kam raus – es wurde freundlich – der Wind legte sich sogar kurzfristig und erwachte dann wieder. Dennoch, die paar Minuten reichten um mir ein paar Visiermarken einzuschießen. 20m, 40m, 70m – diese Werte warf ich anschließend in Archery Sight Mark auf dem Handy. Eine kurze Runde in der BC Keltenschanze sagte freundlich: Passt so 🙂

In diesem Sinne – herzlich willkommen Laubfrosch!

Für die Datenfreunde hier noch das aktuelle Setup – Stand 29.10.2017

  • Hoyt Podium X  (40“ AtA, 52lbs, 30.5“ Drawlength)
  • GTX Cam (GX5TR Cams mit 65% letoff Modul)
  • Shibuya CPX Visier 5“
  • SpotHogg – The Edge Auflage
  • ArcTec ProXXL Stabi System
  • Cartel Xpert Scope
  • Pfeile Easton Lightspeed 400 (100 grs Spitze, TopHat Protector Ring, EP23 Arizona Vanes, 29,3“)
  • Pfeile Easton Lightspeed 500 (50grs Spitze TopHat, TopHat Protector Ring, Bohning Blazer X2 Vanes, 28,7“)

Unterwegs: Parcour Bowhunting Chiemgau

Elite Impulse 34 auf dem Parcour

Das Wetter war nur sehr begrenzt vielversprechend. Eigentlich regnete es, aus Eimern irgendwie. Meine Ankündigung, dass ich nun Bogenschießen gehe wurde belächelt – schwach belächelt. Es war so dieser Blick von: „Geh schön spielen aber mache dich nicht so dreckig, hörst du?“

Die knappe halbe Stunde Fahrzeit verging wie im Flug und das Wetter wollte sich nicht bessern – nicht mal ein bisschen. Ziel des Ausflugs war der Parcour von Bowhunting Chiemgau, der von Kristina und Roman Heigenhauser betrieben wird. Auch wenn der Name vielversprechend das Chiemgau beinhaltet – so groß ist er dann noch nicht, dafür aber im schönen Ruhpolding gelegen. Erwartungsgemäß war bei dem Wetter kein Mensch zu sehen, ich zahlte meine Gebühr von 12 Euro (Wetterbonus?), auf das Vorzeigen der Spitzen wurde verzichtet, „Aaah, ein Compounder“ – damit war der Glaubwürdigkeit genüge getan. Besonderer Wert wird auf spitze Spitzen gelegt, verständlich – so halten die Ziele länger und mehr Leute haben was davon. Am Eingang steht für den Zweck des Spitzenschleifens extra eine Schleifmaschine – sympathisch!

Elite Impulse 34 Compound Bow
Elite Impulse 34 auf der Einschießwiese

Nach dem Betreten des Schießgeländes geht es unmittelbar hoch zum Einschießplatz. Einschießplatz ist untertrieben – es ist eine Einschießwiese mit Zielen auf allen Entfernungen. Von allen bisher besuchten Parcouren war dieser Einschießplatz bislang der Beste, den ich gesehen habe. Klar, die Eigentümer sind sehr erfolgreiche Compound Schützen und schätzen daher vermutlich auch ein wenig Platz, dennoch ist es auch für mich als reinen Hobby Schützen eine tolle Sache. Nach wenigen Schüssen stand fest, dass mein Visier nicht besonders seitenecht ist. Kurz nachjustiert, auf der 30 Meter Scheibe überprüft, alles passt – Seite ok, Höhe ok, ab in den eigentlich Parcour!

Die ersten Scheiben befinden sich auf der angrenzen Schafwiese mit lebenden Schafen. Diese waren mir gegenüber sehr freundlich und stellten sich nicht vor Ziele – sanft wackelten sie dahin und gaben die Scheiben frei. Hoppla, Obacht vor Tretminen!

Der ganze Kurs ist WAA konform gestellt – es geht sanft los. Keine extremen Schüsse, entspannte Schüsse, prima zum Reinkommen. Nach den Zielen geht es dann leicht steil nach oben in den Wald.

Widderziel im Wald
Widderziel im Wald

Die Schüsse werden nach und nach anspruchsvoller. Mal geht es nach oben, mal ist es ein Bergabschuss. Die Schusssituationen sind interessant gewählt, sinnvoll gestellt – die Tiere in tollem Zustand!

Was ich an diesem Parcour so toll fand, gleich zu Beginn – die Backstops hinter den Zielen sind sinnvoll gewählt. Es ist kein 100 Zentimeter Dämpfer in den Wald gepfeffert, es sind runde Formen, oft mit einem Tarnnetz abgehängt so dass sich das Ziel für den Schützen gut vor dem „Busch“ abhebt und man nicht das Gefühl hat direkt mit dem lieblosen Dämpfer konfrontiert zu werden. Toll, hat mir prima gefallen! Das Wetter hingegen eher wenig – ab hier war ich vollkommen durchweicht.

Ein sinnvoller Backstop - schaut aus wie ein Stein vom Abschusspunkt
Ein sinnvoller Backstop – schaut aus wie ein Stein vom Abschusspunkt

Egal – das Schießen konnte vieles wieder wettmachen, das Wetter war kein Thema mehr. Je weiter der Parcour nach hinten fortschritt, desto schwieriger wurden die Schüsse. Steile Bergabschüsse, verdeckte Schüsse – und als eines der Highlights zum Schluss: der Schuss über einen Weiher!

Ich war schon zu diesem Zeitpunkt wirklich begeistert, nass und kalt ging ich anschließend zum Bogengeschäft, um mich zu verabschieden und ein freundliches Danke für das Stellen des Parcours zu sagen. Einen Pfeil hat es zerlegt – das Beschaffen des Ersatzes wollte ich gleich vor Ort erledigen aber das ist nun eine vollkommen andere und eigene Story wert!

Fazit: Mir hat der Parcour sehr gut gefallen und ich freue mich auf die nächste Runde. Für Compound Schützen sind alle Ziele gut schießbar, es sind einfachere Schüsse dabei – aber auch Schüsse, die schwierig zu beurteilen sind. Mit dem Langbogen ist das sicherlich auch eine spaßige Runde, ich werde das ebensfalls mal ausprobieren wollen. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat waren die Entfernungen. Es wurden schwierige Situationen gestellen anstelle der typschen „Wir stellen den Wolf/Bison auf 60 Meter, DASS ist dann schwierig.“

Nach rund 2.5 Stunden war ich durch, bekam ein exzellente Beratung, dazu demnächst später mehr und lernte einen tollen Parcour kennen. Von meiner Seite ganz klar eine Empfehlung!

Compound bow – leveling the different axes

I just got started in shooting a compound bow. The longbow has been my home of archery so far, however, several aspects of the compound bow got me into this type of thing and now I am shooting an Elite Impulse 34. Check my profile page for more/detailed information about me and my current bow setup.

One thing where I struggled with is setting up the different axes of my bow in order to tune my sight. I use a Shibuya CPX sight and a Cartel Xpert scope right now. I am pretty happy with the Shibuya but how to I level it? There are some magic devices out there, they cost a fortune. I was wondering if I should get one of them, but here is something way simpler. I just link the youtube videos for reference here. When I am building my devices, I’ll take some pictures.

I made the switch (Compound Bogen)

Auch wenn der Slogan schon einige Jahre her ist – und dieses Jahr nach „Take the challenge“ verlangt wird, ich habe den Wechsel auf den Compound Bogen vollzogen.

Dank ein günstigen Preises bin ich nun stolzer Besitzer eines Elite Archery Impulse 34. Ein Foto gibt es hier schon einmal – ein genauerer Bericht wird die Tage noch folgen.

Dann soll es auch wieder weiter im Blog gehen können, mit Tests, Berichten und Artikeln rund um den schönen Bogensport.

Scheide für Victorinox Ranger Wood 55

Ich bin seit Mittwoch Eigentümer eines Victorinox Ranger Wood 55 – einem 130mm Folder mit großer Klinge (feststellbar) und großer Säge. Endlich kann man sich auch mal an dickere Äste oder Holzstücke wagen ohne dass man sich fragt ob man weitersägen soll oder das Stück Holz abbeissen soll.

Aus irgendeinem Grund bietet Victorinox für dieses Messer keine sinnvollen Messertaschen an. Üblicherweise hat Victorinox immer 3 Taschen verfügbar – eine billige Lederversion, eine teurere Nylonversion und eine sehr teure aber qualitativ hochwertige Ledertasche.

Nun möchte ich gerne am Wochenende damit rausgehen und ein Wasserrad bauen. Ich möchte das Messer nicht im Rucksack tragen wo ich nicht drankomme – kurzum eine anständige Tasche aus Leder musste her. Schnell das Leder herausgesucht, eine Idee entwickelt wie die Tasche aussehen kann und eine Schablone angefertigt. Nach ein paar weiteren Arbeitsgängen ist meine Ledertasche – als Ausführung Gürteltasche – fertig und sie gefällt mir richtig gut. Es gab von verschiedenen Seiten schon recht positives Feedback und nun überlege ich ob ich zwei – drei weitere Modelle davon anfertige und auf dawanda.de anbiete.

Was denkt ihr?